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Azhriaz
Geschrieben: 11.05.2006 - 09:53


Vagabund
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Der 5. Band heißt "Nächtliche Zauber" (und ist seltsamerweise am schwersten zu bekommen). Im letzten Band sind nur einzelne, nicht zusammenhängende Kurzgeschichten drin. Die meisten davon sind durchaus lesenswert.

Was den vierten Band angeht, stimme ich Medivh zu : hat mir auch nicht mehr so gut gefallen. Der ist sehr... abgedreht... und manchmal habe ich mich beim lesen gefragt, was für Pilze die Frau beim schreiben geschluckt hat... woraus natürlich auch die Frage entstand, ob man vielleicht selber sowas einwerfen sollte, um dem Roman besser folgen zu können wink.gif
Ich habe "Herrin des Deliriums" zweimal gelesen und eigentlich erst beim zweiten Durchgang richtig mitgeschnitten, worum es der Autorin geht. Alles in allem ist der Gedanke dahinter sehr schön, aber die Art der Erzählung ist extrem surreal und auch irgendwie verfranst, so daß man wirklich sehr konzentriert und Aufmerksam lesen muß, damit man alles mitbekommt.
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Azhriaz
Geschrieben: 10.05.2006 - 15:55


Vagabund
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Ich habe mir die Romane damals zugelegt, als wir mit RdW angefangen haben. Wenn die schon im Regelbuch erwähnt sind, wollte ich auch wissen, was es damit auf sich hat.
Ich muß sagen, daß mir der gesamte Zyklus sehr gut gefallen hat und "Herr der Nacht" in der Tat eines meiner absoluten Lieblingsbücher ist.
Aber jetzt mal was zu den Roman selbst :
Im wesentlichen geht es um die Menschen, die von Azhrarns Wirken/Präsenz betroffen sind. Dazu kommen später noch Uhlume ( in "Herr des Todes") und Chuz (in "Herr der Illusionen") welche ebenfalls eher sporadisch auftreten, jedoch genau wie Azhrarn stets das Zentrum der Ereignisse sind.
Die einzelnen Geschichten sind wunderbar zu lesen, zum Nachdenken und alles andere als hohl, denn es sind sehr viele Weisheiten in den Erzählungen versteckt. Es ist sicher nicht Fantasy im engeren Sinne - es gibt keine Elfen, keine Zwerge oder ähnliches. Es geht auch nicht darum, die Welt vor dem Bösen zu retten. Es ist einfach ein atmosphärisch unheimlich dichter Zyklus, der nicht immer einfach zu lesen ist (wirklich nicht ! Und ich habe sie auf Deutsch gelesen...)
Azhrarn selber ist sehr glaubhaft und durchdacht dargestellt. Auch der Herr des Todes Uhlume und der Herr der Illusionen Chuz als übernatürliche Wesen sind sehr glaubhaft und durchdacht dargestellt. Die Art, wie diese drei Gestalten beschrieben sind, hat auch "mein" Tanaris geprägt und sämtliche Glaubenskämpfer Uhlums, Ashrarns und Chuz' sind ebenfalls stark von diesem Zyklus beeinflußt. Und da wir u.a. eine Gruppe haben, die ausschließlich aus Uhlum-Glaubenskämpfern besteht, ist es sehr hilfreich, ein gutes Bild des Cherubims vor Augen zu haben ^^

Tanith Lee hat einen sehr eigenen Schreibstil, sehr bildhaft, metaphorisch, ein bißchen surreal und - wie gesagt - oft nicht ganz leicht zu lesen. Ein wenig erinnert mich ihr Stil und die erzeugte Stimmung an arabische Märchen.
Hier mal ein paar kurze, recht charakteristische Zitate aus den Büchern :

"Warum weinst du?" verlangte Azhrarn fasziniert zu wissen, während er in unfaßbarer Schönheit an der Tür lehnte, sein Haar leuchtend wie ein blauschwarzes Feuer und in all die Herrlichkeit der Nacht gekleidet.
"Ich weine, weil mein Leben so grausam gewesen ist, und weil ich jetzt sterben muß", sagte die Frau.
"Wenn dein Leben so grausam war, solltest Du froh sein, es zu verlassen; trockne daher deine Tränen, die dir in jeden Fall nichts nützen werden."
Zitat aus : Herr der Nacht

Dann war er verschwunden, und an seiner Stelle stand ein Mann, schöner als jeder Mann, den Narasen zuvor gesehen, und fremdartiger als irgendein Mann, in einen weißen Mantel gehüllt, mit weißen Haaren und schwarzer Haut und Augen wie Phosphor. Und Furcht wuchs in Narasen. Nicht vor dem Manne, nicht genau vor ihm. Auch war diese Furcht nicht wie irgendeine andere. Sie war die düstere Traurigkeit, die in den Stunden kommt, da die Nacht verebbt; Furcht die eher Verzweiflung glich; ein Abgrund, unvermeidbar, alldurchdringend, schmerzlos.
Zitat aus : Herr des Todes (der beschriebene Mann ist natürlich Uhlume)

So sah sie die beiden Facetten seines Gesichts; eine Hälfte jugendliche Bronze, die andere ein graues Mannweib; das rostfarbene Haar und das blonde. Ihr jedoch schien dies das natürlichste Gesicht, das sie je angeblickt hatte. Chuz zog sie schützend in seine Arme. Schließlich sagte Chuz, der Prinz des Wahnsinns zu ihr : " Die, die wirklich mein sind, dürfen mich um etwas bitten."
Jasrin seufzte schläfrig. "Dann mach mich gesund."
"Das kann ich nicht tun, und wenn ich es könnte, täte ich es nicht. Und wenn ich es täte, dann könntest Du in gesundem Zustand nicht ertragen, was Du getan hast und was aus Dir geworden ist."
Zitat aus : Herr der Illusionen


Hm, also ich würde für alle RdW Fans mal die Leseempfehlung aussprechen. Obwohl der Zyklus eigentlich außer der drei Cherubime (Thyron, Thongmor, Halphas, Hazel und Cäsar kommen nicht bei Tanith Lee vor !) wenig mit Tanaris gemein hat, ist er auf jeden Fall sehr inspirierend.
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Azhriaz
Geschrieben: 03.12.2004 - 11:32


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Musik : Kommt drauf an. Da wir zum Glück alle einen sehr ähnlichen Musikgeschmack haben, läuft meist Metal, Soundtracks oder Mittelalterzeugs im Hintergrund. Ich empfände es störend, wenn ich bei jedem Szenewechsel zum CD Player gehen würde, um Musik zu wechseln. Für besondere Situationen suche ich dann allerdings schon mal was passendes raus. Für eine epische Endschlacht oder ein besonders düsteres Dungeon geht schon was. Ich habe mir auch angewöhnt, sehr wichtige und mächtige NSCs mittels eines bestimmten Musikstücks zu Charakterisieren. D.h., wenn dieser Person in Erscheinung tritt, benutze ich immer das gleiche Stück. Das gibt einen gewissen Wiedererkennungswert und hebt einen NSC auch hervor, was von meine Spielern gut aufgenommen wurde.

Stimmung : Allenfalls bedämpftes Licht oder Kerzen. Wenn es paßt, benutze ich auch mal meine Räucherschale, in der ich dann passende Kräuter / Harze verbrenne.
Mühe gebe ich mir allerdings mit den Handouts. Alte Schriftstücke sehen bei mir auch alt aus. Dazu nehme ich etwas Kaliumpermanganat, löse das in Wasser und bestreiche damit einfaches, weißes Papier. Wenn's trocken ist, ist das Papier fleckig braun. Bei Bedarf gibt's auch Schimmel auf dem Papier. Hierzu streiche ich einfach mit 'nem Klebestift über ein Stück Papier und streiche anschließend mit Watte drüber. Die festgeklebte Watte wird dann mit einfacher Wasserfarbe eklig graugrün gefärbt - als ich das erste Mal so'n Handout rausgereicht habe, dachten meine Spieler, ich hätte da wirklichen Schimmel drauf gezüchtet. biggrin.gif

OOC : Uh ja, da habe ich noch keine Lösung gefunden. Okay, unsere Runde ist nicht so anfällig für OOC gequatschte. Generell entferne ich ich Sachen, die Ablenken könnten (z.B. den Stapel neue CDs, Zeitschriften o.ä.). Aber manchmal ist einfach der Wurm drin und es geht nicht. Manchmal können sich die Spieler einfach nicht konzentrieren. Das ist dann sehr schade, aber ich weiß echt nicht, wie ich's ändern kann.
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Azhriaz
Geschrieben: 15.11.2004 - 16:29


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ZITAT(Medivh @ 13.11.2004 - 16:05)
Die Höhlen der Schneehexe

Dieses Abenteuer basiert auf einem Solo-Abenteuerbuch von Ian Livingstone, allerdings nur die wirklich ursprüngliche Idee. Ich mag es halt eher, bereits vorhandenes Gedankenmaterial so dermaßen zu verarbeiten, dass es kaum mehr erkennbar ist, und dennoch eine interessantes Story bietet.

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So bastel ich meine Abenteuer auch meist smile.gif Diese Kampagne klingt wirklich gut !
Ich hab auch schon des öfteren von diesen "Spielbüchern" geklaut - bietet sich ja auch an.
Ziemlich komplett hab ich vor geraumer Zeit mal die vierteilige "Analand-Saga" von Steve Jackson & Ian Livingston in ein Abenteuer verwandelt. Da hatten auch alle sehr viel Spaß dran....
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Azhriaz
Geschrieben: 15.11.2004 - 16:15


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Ich bin auch schon eine ganze Weile dabei. Ich denke, vor 6-7 Jahren hab ich RdW für unsere Rollenspielgruppe entdeckt. Seit dem sind wir auch nie wirklich davon abgekommen. Wir wechseln immer zwischen mehreren Systemen (DSA/Myranor, Earthdawn, Vampire) hin und her. Aber RdW ist einfach mal kultig ! Und bislang hat sich auch bei mir noch niemand über zu komplizierte Regeln oder Kämpfe beschwert.
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