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> Zepter der Zeit - Einleitung, An Antreju ausgehändigter Text
Medivh
Beitrag 29.06.2006 - 15:58
Beitrag #1


Maat
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Gruppe: Cherubim
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Mitglied seit: 12.11.2004 - 13:58
Wohnort: Saarlouis
Mitglieds-Nr.: 6
RdW Edition: Zweite Edition
Spieler/Meister: Meister
Datenblatt 1



Dieses Abenteuer ist für Antreju gedacht. Wir haben es vor knapp einem halben Jahr angefangen, kommen aber eher selten dazu, das alleine weiter zu zocken. Meistens, wenn er hier im Lande ist, spielen wir gemeinsam mit der größeren Gruppe am "Tanz in die Verdammnis" weiter, weshalb es sich kaum lohnt, kostbare Zeit nur alleine zu vertrödeln. Nach Rücksprache mit Antreju - der dieses Abenteuer übrigens mit seinem Waldelfen Antreju spielt - sind wir uns einig, dass es am Sinnvollsten ist, das Abenteuer hier weiter zu spielen.

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Fast zwei Jahre sind vergangen, seitdem du von der Heilerinsel Iriana zurückgekehrt bist und deine Ausbildung für den ehrwürdigen Heilerberuf abgeschlossen hast. Zwei Jahre der Konsolidierung und erneuten Einlebens in deine Sippe, zwei Jahre der Besonnenheit und Ruhe.
Doch seit einiger Zeit ist es mit der Ruhe vorbei. Die Winde der Magie regen sich ungewöhnlich stark und die Weisen sprechen von tiefgreifenden Veränderungen im Gefüge der flachen Welt. Dein Vater spricht von einer „neuen alten Macht, die sich nach fast einer Dekade wieder erhebt“.
Doch das ist nicht alles und bei Weitem nicht so beunruhigend wie der Grund, weshalb ihr euch in Kal’Barna zu einem Sippenrat-Treffen eingefunden habt. Die Lichtung des goldenen Herbstes ist mit fast einhundert Waldelfen gefüllt.
Ihr sitzt mit unterschlagenen Beinen im Schnee und blickt auf eine von den Waldelfenmagiern beschworene, durchsichtig schimmernde Illusion.
Das Bild zeigt verschneite Zinnen, weiß getupfte Minaretten und hohe Türme. Du kennst diese Stadt aus einem Buch, das du mal gelesen hast. Es ist Eynor, die stolze Hauptstadt des gornischen Reiches. Ein tiefverschneiter Brunnenplatz in Eynor dürfte eher ein gewohnter Anblick sein, während man einen Schneemann vor der großen Pyramide von Ny-Kar – die das Bild nun zeigt - doch eher als Ausnahme betrachten dürfte.
Die Magier beschworen nacheinander Ausblicke auf den unter einer Schneedecke liegenden Juwelentempel in Klanang, die verschneite Schwarze Kapelle im Morast von Nahor, die weiß bedeckte Tempelstadt von G’omth und einige weitere, dir unbekannte Stätten, allesamt zugeschneit.
Berücksichtigt man dabei, dass diese Schneemassen am Ende des Wendemondes Blütemondes vom Himmel fallen, so ist es nicht verwunderlich, dass selbst die isoliert lebenden Waldelfen sich ihre Gedanken darüber machen.

Die Bilder verblassen und enden schließlich. Der Älteste Bragolnarion, ein fast anderthalb Jahrtausende alter Waldelf, erhebt sich und spricht mit fester, klarer Stimme zur Versammlung.
„Auch Kal’Barna hat der Winter nach wie vor fest in seinem Würgegriff. Und eine Änderung ist bislang nicht in Sicht! Aus unerklärlichen Gründen lässt der Frühling weiterhin auf sich warten. Mir ist bekannt, dass bei einer eilends einberufenen außerordentlichen Ratsversammlung auf Yaisk, an der nicht nur der Gildenrat und die Kim Hîl teilnahmen, sondern auch Wetterkundige, Astrologen, Kleriker und Schamanen aus vielen Winkeln der Welt, das Problem ausführlich diskutiert wurde. Leider führte das Treffen bisher zu keinem befriedigenden Ergebnis, aber was wollen wir von diesen ahnungslosen Predigern auch erwarten. Es liegt also an uns, das Problem zu lösen.
Einige Ratsmitglieder hier und ich wissen, worum es sich handelt. Wir werden nun geheim jemanden bestimmen, der sich auf die Reise machen wird, dem Rätsel auf den Grund zu gehen. Lasst uns beginnen.“

Als nicht wahl- und stimmberechtigtes Ratsmitglied stehst du mit vielen anderen auf und begibst dich zu deiner Unterkunft. Du weißt, dass diese Beratungen und Entscheidungen mitunter Tage dauern können und suchst dir in Gedanken schon Beschäftigungen für diesen Zeitraum.
Schließlich erreichst du den ebenfalls verschneiten Carelenion, der Baum, der dir und deiner Sippe als Unterkunft für Ratsversammlungen auf der Lichtung des goldenen Herbstes zusteht. Als du nach fast einer halben Stunde Aufstieg den Wipfel des Carelenions erreicht hast, bist du verwundert, zwei Gestalten in deiner Baumhütte erkennen zu können, die dich leise sprechend erwarten.
Beim Eintreten erkennst du deinen Vater Eldirion und den Ältesten Bragolnarion. Nach der üblichen Begrüßungszeremonie bedeuten dir die beiden, dich zu setzen und tun es dir gleich.

Mit unterschlagenen Beinen, eurer Lieblings-Denkerpose, sitzt ihr in deiner Hütte.
„Die Entscheidung ist gefallen“ verkündet Bragolnarion.
Du blickst abwechselnd den Ältesten und deinen Vater ungläubig an. Jetzt schon? Normalerweise benötigt der Rat alleine schon mindestens einen Tag, um die zu diskutierenden Probleme der Dringlichkeit nach zu ordnen.
Bragolnarion schien deine Gedanken zu kennen.
„Im Rat wird derzeit eine Scheindebatte geführt. Die Ernennung steht jedoch schon seit Tagen fest. Du wirst diese Mission übernehmen, von der so viel abhängt, die aber stillschweigend ausgeführt werden muss.“
Instinktiv wusstest du bereits, worauf es hinauslaufen würde.
„Ich fühle mich geehrt durch Euer Vertrauen, Ältester, aber wenn so viel von dieser Mission abhängt, sollte dann nicht der Rat mehrheitlich über denjenigen bestimmen, den sie als würdig erachten, unser Schicksal zu bestimmen?“
Bragolnarion lächelte ebenso gütig wie undeutbar.
„Der Rat hat in dieser besonderen Situation keinerlei Entscheidungsbefugnis. Du wurdest bereits bestimmt, als noch unklar war, wann der Rat sich zusammenfinden würde. Du wurdest jedoch weder von mir noch von deinem Vater ausgewählt, sondern lediglich bestätigt, das solltest du wissen.“
Niemand stand über dem Ältesten, mit höflicher Ausnahme der Götter selbst. Was konnte so wichtig sein, dass der Rat übergangen wurde, und wer oder was konnte so mächtig sein, dass sich sogar Bragolnarion seinem Willen beugte?
„Was soll ich tun“ fragst du akzeptierend. Wenn Bragolnarion oder Eldirion es für weise und wichtig gehalten hätten, würden sie dich über die Umstände deiner Ernennung informieren.
Eldirion ergriff das Wort.
„Du wirst in die Ruinenstadt Mir reisen, die weit entfernt im Lande Morvem liegt. Von dort aus begibst du dich nach Westen, über die Bitterberge. Den höchsten Gipfel, den wir Luinhen nennen, wirst du besteigen. Dort nennst du den Bergwächtern die Losung, woraufhin sie dich passieren lassen werden. Du triffst dort den Abgesandten der Linteraug, der Hochelfen. Er und du, ihr werdet Tausende von Leben retten. Du wirst ihn mit deinem Leben schützen, da niemand weiß, was euch ab da erwarten wird. Die Losung für die Bergwächter lautet…“
Eldirion spricht dir einen langen, komplizierten Satz auf Hochelfisch vor und rät dir, ihn zu merken.
„Eines solltest du auch noch wissen“ sprach Bragolnarion.
„Der Bruder deines Urgroßvaters, dein Urgroßonkel Girithaerion, kam von dort vor vielen Jahren nicht mehr zurück.“

Der Beitrag wurde von Medivh bearbeitet: 31.08.2015 - 17:27


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