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> Die Reiche der Toten und Elfen, Hintergrundstories - DE, HE und Untote
Medivh
Beitrag 07.11.2005 - 12:28
Beitrag #1


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Sneak Preview (ich arbeite also noch dran...)

QUOTE(Der Zwist)
Es begann im Jahre 2682 AZ. Eine erfolgreiche Ernte auf Kanthaipan war gerade abgeschlossen und das Elfenvolk bereitete sich auf den Winter vor, als der Turm von Dolenbor dunkle Segel am Horizont meldete.
Die Hochelfen von Kanthaipan, die sich selbst in ihrer hellen Sprache Linteraug nennen, konnten bisher ein friedliches Leben führen. Krieg waren sie nicht gewohnt, seit sie sich nach der Schlacht der Könige auf diesem Eiland ansiedelten. 29 Jahrhunderte ohne Krieg hatten die militärischen Fähigkeiten der Hochelfen stark verkümmern lassen und sie fürchteten sich also zu Recht, als es keinen Zweifel mehr darüber gab, was das Ziel der schwarzen Segel sein würde.
Steinerne Festungen, die niemals hätten schwimmen sollen, Schiffe aus Knochen, auf den Wellen tanzende, riesige Särge und viele Schaurigkeiten mehr näherten sich unaufhaltsam der Insel der Hochelfen. Gruftschiffe nannten sie die Linteraug, doch war es die erste Flotte der Untoten, die jemals gesichtet wurde. Lange bevor dass Menschenreich Ash’haerea durch die Katastrophe zu den Ländern der Toten wurde traf hier die erste Armee der Untoten auf eine Armee der Lebenden.
Niemals zuvor wurden Sterbliche mit solchen Gegnern konfrontiert. Selbst Detherazzhars Streitmacht zur Zeit der Dämonenkriege verfügte nicht über solche Abscheulichkeiten, die sich einfach wieder erhoben, nachdem man sie geschlagen glaubte und die sich Stunde um Stunde gar aus den Gefallenen ihres bemitleidenswerten Gegners rekrutierten.

Der Hafen von Dolenbor fiel noch fast am ersten Tag der Invasion. Mit einer solchen unerbittlichen Kraft hätten die Elfen nicht gerechnet. Gnadenlos bewegten sich die Untoten Meter für Meter aus dem Landungsgebiet durch die sich schnell blutrot färbende Gischt und bildeten bald einen Brückenkopf in der zerstörten Hafenstadt.
Hastig wurden kampffähige Einheiten zusammengerufen und sollten den Vormarsch der verrottenden Horde aufhalten, doch sie scheiterten chancenlos. Durch die willenlosen Körper der Gefallenen verstärkt wankte die untote Armee weiter ins Landesinnere.


To be continued...
Was meint ihr, ist das ausbaufähig?


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Iljardas
Beitrag 08.11.2005 - 14:41
Beitrag #2


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Hört sich ganz gut an. Bin auch gerade am Basteln der Toteninseln, da ich für einen Abenteuer meine SC dahinschicken werde wink.gif

Hast du dir schon weitere Gedanken gemacht? Weiß man woher die Untoten kommen? Ich hatte da einen gefallen Magier im Sinne, der sich zu stark mit den verbotenen Künsten beschäftigt hat und von dunklen Mächten korrumpiert wurde und nun nur ein Gefäss für deren Treiben ist.


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Medivh
Beitrag 08.11.2005 - 14:53
Beitrag #3


Maat
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Ja an sowas dachte ich auch, an einen Zauberer, der sich zu viel mit der Kunst beschäftigt hat etc. und dann einen gewaltigen Zauber erschaffen hat, der ihm die Animation toten Fleisches / Knochen erlauben würde.
Für die Länder der Toten habe ich noch andere Pläne, aber im Prinzip kann das ja kombiniert und umgeschrieben werden.
Ich denke, ZWEI unglaublich starke, nekromantisch begabte Zauberer wären da wohl etwas zu viel des Guten, weshalb eine Kombination wohl die beste Möglichkeit wäre.

QUOTE
Lange bevor dass Menschenreich Ash’haerea durch die Katastrophe zu den Ländern der Toten wurde traf hier die erste Armee der Untoten auf eine Armee der Lebenden.


Dann würde das entsprechend angepasst werden, so dass z.B. diese Katastophe in den Ländern der Toten eben schon vorher stattgefunden hatte. Wir können uns ja da ein entsprechend absprechen, kann dir ja mal meinen Entwurf dafür zusenden.
Im hinblick darauf, dass nach dem Release des neuen Regelwerks Hintergrundmaterial benötigt wird in Kombination mit Abenteuerideen etc. sollte das ein guter Ausgangspunkt sein.

Ich dachte da auch so eher an die ersten Zauber der Nekromantie und Zauber des Todes, so dass sich Diabolisten und Nekromanten Uhlums eher als Antwort auf diesen - vom Herrn des Todes überhaupt nicht gerne gesehenen - Missbrauch der Totenmagie entpuppten. Diabolisten und Nekromanten quasi als Streiter für Uhlum, welche im ewigen Zwist mit "nicht abgesegneten" Totenbeschwörern etc. liegen.
Also zwei Arten von Nekromanten. Die "zufälligen", die im Prinzip nix mit Uhlum am Hut haben sondern der Macht Willen sich umgängliche und relativ leicht zu kontrollierende Streiter beschaffen und auf der anderen Seite die von Uhlum entsandten Streiter des Todes, die genau diesem Treiben stets auf der Spur sind.

Ich fand es immer etwas eigenartig, dass Heldengruppen gegen Untote und deren Beschwörer kämpfen sollten, wo die Nekromanten und Diabolisten Uhlums eigentlich als sehr verantwortungsbewusste Leute im Umgang mit Totenbeschwörung beschrieben wurden. Also musste eine zweite Gruppe her, die der Totenbeschwörung mächtig war. Bei Weitem nicht so mächtig wie die Pilger Uhlums, aber immer noch gefährlich genug.

Nur wenige sollten da die ganz große Macht erreicht haben, wie z.B. jener Herrscher der Insel der Toten bzw. der Totenbeschwörer, der eine blühende Zivilisation in eine einzige Gruft verwandelt hat (Länder der Toten).
Ich fand es z.B. auch interessant, dass Vampyre, Geschöpfe Thongmors also, ebenfalls auf Untote zurückgreifen, um ihre Macht zu untermauern. Also muss es da Beschwörungsrituale für "andere" Totenbeschwörer als die Uhlums Diabolisten und Nekromanten geben.

Grüße
Medivh


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Iljardas
Beitrag 08.11.2005 - 15:55
Beitrag #4


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Genau sowas hatte ich mir auch vorgestellt. Ich hab ein paar Bücher von D&D zu Hause auf'm PC, in denen beschrieben wird, dass ein Magier, der sich der Nekromantie verschrieben hat, sich immer mehr auch in einen Untoten verwandelt und am Ende wirklich zu einem Leichnam wird. Würde dann vielleicht sogar soweit gehen, dass dies ein Fluch Uhlums ist und nur seine Diener ungestraft die schwarze Magie verwenden dürfen. So gibt es zwar den Zauber "Untotenkontrolle" für alle Magier und Druiden, aber Erschaffen kann sie auf normalen Wege ja nur der Diabolist / Nekromant.

Was hälst du von der Idee, dass der Magier korrumpiert wurde? Vielleicht von einer dunklen Macht aus einer anderen Dimension (denn welcher Tote dieser Welt würde schon gegen den Willen Uhlums arbeiten und damit durchkommen). Uhlum hat dies nicht gutgeheißen und den Magier verflucht, aber die Macht aus der anderen Dimension hat es irgendwie geschafft seinen Diener weiterhin zu nutzen.


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Medivh
Beitrag 08.11.2005 - 16:19
Beitrag #5


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Hm, ich weiß nicht, ob das mit einer anderen Dimension so einbaubar wäre. Unsere eigene Welt ist nichtmal ausgiebig erkundet, warum dann noch mehr Rätsel außerhalb schaffen?

In so Situationen ist der Tanaris-Sündenbock doch prädestiniert: Thongmor wars mal wieder biggrin.gif
Immerhin benutzen seine Vamypre auch Untote, warum sollte er mit dem Versprechen von Macht und Ruhm nicht auch Sterbliche locken können? Dass dabei nur periphere Macht über Untote (und deren Opfer) und Ruhm über Generationen hinweg als verfluchtes Übel rausspringen passt wunderbar zum Herrn der Verdammnis, der gerne was neues ausprobiert, sich seine Macht aber behält und Sterbliche als Spielfiguren benutzt.

Um seinem Nicht-Vetter Uhlum ein Schnippchen zu schlagen hat der Herr der Verdammnis ein wenig Verwirrung stiften wollen und (über einen bisher noch nicht definitiven Langzeitplan) ein paar Sterbliche mit Macht über Tote bzw. eher Untote ausgestattet; gut, auf lange Sicht hat er damit gegen Uhlums Menagerie keine Chance, der dabei einfach die Oberhand behält auf dem Fachgebiet, aber welcher Cherubim gibt eine Niederlage schon gerne zu?
Hindert ihn ja auch nicht daran, weiterhin Sterbliche damit zu locken (oder vielleicht bekam seine Initiative von vor tausenden von Jahren ja ein Eigenleben?) und Uhlum das Unleben schwer zu machen. Oder zumindest, es zu versuchen.


Aber bei der Idee vom gefallenen und korrumpierten Zauberer würd ich bleiben. Nur dass er halt seine Magie und Macht aus der Todesmagie bezieht und dabei halt ein variierendes Repteroire bzw. andere Spruchwirkungen besitzt. Soll ja eh nur ein NSC sein. Gut, zufälligerweise ein sehr mächtiger NSC, der die Jahrhunderte überdauert hat und auch noch heute seine Ränke schmiedet. Quasi ein Halbgott (nur dass er nicht ganz so unsterblich ist wie der Warlock oder ein Jünger), dem die Helden wohl selbst nie begegnen und der die Fäden mit seiner immensen Macht lieber aus dem Hintergrund zieht ... zumindest heutzutage, wo er besser eine Weile von der Bildlfäche verschwindet.

Der Beitrag wurde von Medivh bearbeitet: 08.11.2005 - 16:21


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Iljardas
Beitrag 08.11.2005 - 16:36
Beitrag #6


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Den Verursacher des Ganzen auf Tanaris anzusiedeln ist natürlich auch eine Möglichkeit, auch wenn ich selbst bissl eine Abneigung dagegen hab immer Thongmor als den Bösewicht hinzustellen. Liegt vielleicht daran, dass es bissl zu klischeehaft ist und der Gott bei mir der Gruppe von einem Spieler schon seit uhgefähr 5 Jahren vermarktet wird (Anmerkung am Rande: sein Charakter, ein Thongmorordenskriegermagier, ist mittlerweile im Stufenbereich > 50/50; einen seiner "selbstgebauten" Gegenstände hab ich schon online gestellt (Spiegelüberwurd des Ilias)). Sei es wie es sei, jedenfalls könnte ein Cherubim oder ein Seraphim dafür verantwortlich sein.
Wenn Thongmor die Sache eingefädelt hat, dann beweist er sich ja richtig auf dem Gebiet von Ashran und spielt die Dunkelelfen schön in seine Hände cool.gif Allerdings würde ich behaupten, dass sich Uhlum eines Frevels wie einer kompletten Untoteninsel eines Nicht-Bruders bestimmt schon angenommen hätte (denn irgendwie haben alle Engel Ländereien, die ihren Namen preisen außer Uhlum und sowas würde ihn bestimmt noch mehr stören).
An dieser Stelle würde mich mal interessieren, ob es bei euch nur normale Untote gibt oder auch Vampire, die nicht auf der Seite Thongmors kämpfen. Ich habe sowas nämlich eingeführt, da eine solche Rasse noch ein bisschen Würze bringt und die Vampyre des Herrn der Verdammnis für den Hausgebrauch ein klein wenig zu stark sind...

Die Sache mit dem Eigenleben finde ich aber gut. Vielleicht hat Uhlum den Magíer verflucht langsam zu verfaulen und Thongmor hat ihm Hilfe angeboten, wenn er im Gegenzug die verhassten Hochelfe angreift. Der Magier hat den Auftrag ausgeführt und nun geht er seinen eigenen undurchsichtigen Gedanken nach. Auch dass er aus dem Hintergrund agiert finde ich sehr witzig. Hatte mir nämlich überlegt meine Gruppe mitten ins Herz der Hauptstadt der Untoten zu schicken (ja ich weiß, dass das vielleicht bissl krass ist, aber die Idee ist ja noch in der Rohphase) und ihnen dann einen Herrscher á la Dread King wie bei Diablo zu präsentieren. Der eigentlich Herrscher der Untoten, der Magier, bleibt den Helden aber verborgen.


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Medivh
Beitrag 08.11.2005 - 16:45
Beitrag #7


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QUOTE(Iljardas @ 08.11.2005 - 16:36)
Wenn Thongmor die Sache eingefädelt hat, dann beweist er sich ja richtig auf dem Gebiet von Ashran und spielt die Dunkelelfen schön in seine Hände  cool.gif Allerdings würde ich behaupten, dass sich Uhlum eines Frevels wie einer kompletten Untoteninsel eines Nicht-Bruders bestimmt schon angenommen hätte (denn irgendwie haben alle Engel Ländereien, die ihren Namen preisen außer Uhlum und sowas würde ihn bestimmt noch mehr stören).


Für mich war Thongmor immer der Cherubim, der als Nr.5 der Dunkelheit die Spezialgebiete seiner 4 dunklen Brüder interessant findet und zwar nicht meistert, aber immerhin gerne mal auf der Wiese des anderen spielt.

QUOTE
An dieser Stelle würde mich mal interessieren, ob es bei euch nur normale Untote gibt oder auch Vampire, die nicht auf der Seite Thongmors kämpfen. Ich habe sowas nämlich eingeführt, da eine solche Rasse noch ein bisschen Würze bringt und die Vampyre des Herrn der Verdammnis für den Hausgebrauch ein klein wenig zu stark sind...


Jep, haben wir. Als kleines NSC-Beispiel habe ich ja Godron Odhrean online gestellt, wobei der ja da eine besondere Ausnahme ist.
Auf Vampire im Allgemeinen (Hintergrund+Regeltechnisch) wollte ich mal bei Gelegenheit im Untoten-Kompendium eingehen, aber irgendwie ist mir das bisher entfallen.


QUOTE
Vielleicht hat Uhlum den Magier verflucht langsam zu verfaulen und Thongmor hat ihm Hilfe angeboten, wenn er im Gegenzug die verhassten Hochelfe angreift. Der Magier hat den Auftrag ausgeführt und nun geht er seinen eigenen undurchsichtigen Gedanken nach. Auch dass er aus dem Hintergrund agiert finde ich sehr witzig.


DAS ist es.
Also einer zaubert sich als Totenbeschwörer auf die Abschussliste von Uhlum, der aber stattdessen Enchinas hinschickt und ihn verfluchen lässt...
(Wie das so ist, wenn mans nicht selbst erledigt biggrin.gif)
Thongmor erkennt die Sache und spinnt darüber ein bisschen, wo er sich da einen Vorteil heraus ziehen kann; sein Ergebnis ist klar: Halte den Verfaulenden am Leben, damit er dir ein Volk in die Hände spielt, danach kannste ihn immer noch wie eine reife Frucht fallen und sich selbst überlassen (dann hat er ja neue Kinder zum Erziehen).
Der verfluchte Totenbeschwörer erkennt, dass er von den Göttern generell nichts zu erwarten hat und kommt zu dem Schluss, sich selbst zu einem lebenden Gott zu machen (Lord Voldemort lässt grüßen).

Fantastisch. Die ganze Sache jetzt noch verbal ausgearbeitet und wir haben einen prima Grundstein für Hintergrundmaterial rund um Tanaris ("rund um" deshalb, weil sich das ganze ja eher außerhalb der bekannten Welt abspielt). smile.gif


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Iljardas
Beitrag 08.11.2005 - 16:58
Beitrag #8


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QUOTE
Jep, haben wir. Als kleines NSC-Beispiel habe ich ja Godron Odhrean online gestellt, wobei der ja da eine besondere Ausnahme ist.
Auf Vampire im Allgemeinen (Hintergrund+Regeltechnisch) wollte ich mal bei Gelegenheit im Untoten-Kompendium eingehen, aber irgendwie ist mir das bisher entfallen.


Stimmt ja. Wenn ich mal dazukomme, werde ich mal eine Vampirin posten. Vielleicht ist die auch für den ein oder anderen Spieler/Meister interessant wink.gif

QUOTE
Der verfluchte Totenbeschwörer erkennt, dass er von den Göttern generell nichts zu erwarten hat und kommt zu dem Schluss, sich selbst zu einem lebenden Gott zu machen (Lord Voldemort lässt grüßen).


Wer ist Lord Voldemort???

Ansonsten würde ich auch sagen, dass Fundament steht! oneeyesmile.gif

Der Beitrag wurde von Iljardas bearbeitet: 08.11.2005 - 16:58


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Medivh
Beitrag 08.11.2005 - 17:03
Beitrag #9


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Wir sind auf nem richtig guten Weg für richtig gutes Hintergrundmaterial finde ich.
Schau mal, was da alles zusammengefasst werden kann:

Hintergrundmaterial:
- Hochelfen
- Dunkelelfen
- Die Untoten und die Länder der Toten
- Der gefallene Zauberer
- Vampire

Charakterklassen:
- Dunkelelfen
- vll. Vampire (je nachdem, ob Chargeignet oder eher Monster)

NSCs:
NSC-Sammlung von Hochelfen, Dunkelelfen, den Untoten und der Erztotenbeschwörer

Abenteuerideen:
- Der Fall Nilwilyaions
- Die Insel der Toten

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Alleine aus dem ganzen Material können die einen guten Hintergrundband herausgeben, sofern alles mal fest steht smile.gif

Im Ernst, dir sagt Lord Voldemort nix?

Grüße
Medivh


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Iljardas
Beitrag 08.11.2005 - 17:14
Beitrag #10


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Äh war der in irgendeinem Buch oder auf TDP??? Hast mich gerade auf dem falschen Fuss erwischt...


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Medivh
Beitrag 08.11.2005 - 17:45
Beitrag #11


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Lord Voldemort ist der Oberbösewicht aus Harry Potter, der sich auch zu nem lebenden Halbgott aufschwingen wollte...


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Iljardas
Beitrag 09.11.2005 - 00:38
Beitrag #12


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Ach so. Hatte ich erwähnt, dass ich die Harry Potter Bücher nicht mal angerührt habe und es wohl auch nicht tun werde? Es sei hiermit an dieser Stelle getan...


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Beitrag 10.11.2005 - 13:00
Beitrag #13


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... was ja dein gutes Recht ist biggrin.gif Die ersten zwei Bücher waren ja noch ganz gut, nachdem ich mich auch mal dazu haben schlagen lassen ...
Dann fällt dir schonmal nicht auf, wenn ich was daraus klauen sollte 1_5.gif


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Beitrag 11.11.2005 - 13:46
Beitrag #14


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In der Beziehung hab ich auch Glück, dass meine Spieler net so gerne lesen wie ich cool.gif

Hab dir mal was wegen des Zauberers geschickt. Meld dich mal was du davon hälst!


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Medivh
Beitrag 11.11.2005 - 14:45
Beitrag #15


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Hm wie haste das denn verschickt?
Hier über die "Mail schreiben"-Funktion?

Ist bisher noch nichts angekommen sad.gif
Zur Not kannste ja mal mit PM und angehängter Datei probieren.


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Iljardas
Beitrag 11.11.2005 - 14:55
Beitrag #16


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Ich poste es jetzt einfach mal, dann können wir ja immernoch dran feilen:

Ghultar Varoc Dhôrma

Die Wege der Zauberer sind oft unergründlich und das gemeine Volk tut nicht Unrecht daran diesen Männern und Frauen etwas gesundes Misstrauen entgegen zu bringen. An dieser Stelle sei nun von einem Mann berichtet, der mit seinem Wirken auf Tanaris seinen Spuren hinterlassen hat und auch weiterhin die Geschichte dieser Welt beeinflussen wird.
Geboren wurde er als Serion, der fünfte Sohn eines Schusters auf Yaisk. Der Vater und die Mutter hatten ein gutgehendes Gewerbe aufgebaut und viele hohe Herren der Stadt waren ihre Kunden. Die großen Kriege mit den Druiden waren nun schon einige Jahre vorüber und endlich kehrte wieder etwas Alltagsleben auf der Insel der Magier ein. Ein Rat wurde gebildet und allmählich konnten die Menschen wieder darauf hoffen sich einen gewissen Wohlstand aufzubauen.
Schon früh interessierte sich der junge Serion für das Leben der Gelehrten und trieb sich des öfteren in der großen Bibliothek von Yaisk herum. Er schmökerte in alten Schriften und eignete sich für einen Jungen seines Alters sehr viel Wissen. Dies sah auch der damalige Archivar und nahm sich Serions an. Zwar war der Vater des Jungen nicht gerade sehr erfreut eine helfende Hand in seinem Geschäft zu verlieren, aber dafür übernahm der Archivar die Kosten für die schulische Ausbildung des Jungen.
Das Lernen Serions nahm im Laufe seiner Ausbildung nicht ab und erfreut stellten seine Lehrer fest, dass er ein großes Potential und Neugier für die Magie hatte. So wurde er mit 10 Jahren einer der jüngsten Famuli auf der neugegründeten Akademie der Magier. Die Jahre vergingen und Serion vollbrachte Leistungen, die seinen Meistern Respekt und Wohlwollen abrangen. Stets war er aber trotz seiner Fähigkeiten sehr gewissenhaft und weise genug seine Macht nicht für sich zu benutzen. Im Alter von 18 Jahren schloss er seine Lehre zum Magier ab und wandte sich den Tätigkeiten eines solchen zu. Er begann die verschiedenen Arten der Magie zu erforschen und zog sich dabei tagelang in die ruhigen Gänge der Bibliothek zurück.
Seine Studien wurden unterbrochen, als er nach fünf Jahren eine Magierin namens Jailia kennen lernte. Die junge Frau zog ihn sofort in ihren Bann und schien auch nicht von ihm abgeneigt zu sein. Ein Jahr später heirateten sie und begannen gemeinsam Tanaris zu bereisen, um die dortigen Wunder zu erkunden. An dieser Stelle könnte diese Geschichte jetzt ein glückliches Ende finden, aber dies war Serion nicht vergönnt. Jailia und er kamen nach Jahren der Wanderschaft und Studien nach Palmyradas, wo ihnen von einem dort ansässigen Magier von uralten Tempelanlagen in den Weiten der großen Wüste berichtet wurde. Sofort war das Interesse der beiden geweckt und nach einigen Tagen der Vorbereitung zogen sie mit einigen Führern in die Wüste. Nun mag der gemeine Volksmund einiges über die Beduinen der großen Wüste zu berichten und diese des öfteren der Lüge und der Betruges bezichtigen und leider war es auch so in diesem Falle. Als Serion und Jailia schliefen, wurden sie von ihren Führern überwältigt und ohne Ausrüstung und Wasser zurückgelassen. Verbittert und durstig irrten sie durch die Wüste. Halb tot kamen sie an eine alte Höhle mitten in der Wüste. Diese entpuppte sich als der Eingang zu einem alten Grab und trotz seiner Schwäche konnte es Serion nicht unterlassen, die alten Gänge zu erkunden, während Jailia vollkommen erschöpft am Eingang zusammengesunken war. Lange wankte der junge Zauberer durch die Kammern und versuchte im schwachen Licht einer vermoderten Fackel, die er gefunden hatte, die Hyroglyphen zu entziffern und den Grund für diese Anlage zu finden. Schließlich entdeckte er einen Geheimgang, der ihn zu einer alten Grabkammer tief unter dem Sand der Großen Wüste führte. Das Grabmal war unangetastet und war mit Schutzrunen überzogen. Jedoch war Serion viel zu neugierig als das er die Warnungen der alten Zeichen beachtet hätte und öffnete den Sarkophag. Schwarzer Staub stieg auf und verschlug ihm den Atem. Er glaubte vor sich ein groteskes Wesen mit roten Augen zu sehen oder war dies nur eine Folge seiner Erschöpfung. Der Staub sank herab und überrascht entdeckte Serion einen pechschwarzen Stab in den Händen der Mumie im Sarg. Vorsichtig löste er den Stab aus den Händen des Leichnams und stellte überrascht fest, dass es sich um einen Zauberstab handelte. Es schien sich wohl doch alles zum Besseren zu wenden. Wieder Hoffnung schöpfend rannte der Magier zum Ausgang, um Jailia seinen Fund zu präsentieren. Doch sie hörte seine Stimme nicht mehr. Anscheinend war sie während seiner Suche in der Grabkammer verstorben. Fassungslos sank Serion nieder und starrte in die blicklosen Augen seiner Geliebten. Einige Minuten starrte er in das Gesicht bis in glühender Zorn durchfuhr wie er ihn noch nie gespürt hatte. Dafür sollten die verdammten Halsabschneider, die sie hier zurückgelassen hatten, bezahlen. Was dann geschah wurde noch viele Jahre in den Kneipen von Palmyradas berichtet. Die Halunken hatten alle Gegenstände der beiden Magier verkauft und tranken nun ausgelassen aufgrund des Vermögens, das sie gemacht hatten. Da erschien der junge Zauberer aus dem Nichts in der Schankstube und einige der Anwesenden berichteten später, dass seine Augen leicht rot glühten. Ohne Vorwarnung schoss ein Feuerball aus dem Nichts einem der Führer ins Gesicht und rieß ihm dabei fast den ganzen Kopf ab. Die restlichen Männer wollten fliehen doch unnachgiebig machte Serion sie nieder. Ihre Schreie waren weit zu hören und plagten die meisten Anwesenden lange in ihren Albträumen.
Serion kehrte nach Yaisk zurück und beerdigte seine Frau mit allen Ehren. Er wandte sich wieder seinen Studien zu, noch eifriger und zurückgezogener als zuvor. Doch seine Taten in Palmyradas kamen dem Rat zu Ohren und so musste er sich vor diesem verantworten. Er legte seine Gründe dar und beschrieb seine Gefühle, die ihn blind für die Vernunft gemacht hatten,. auch wenn er insgeheim nichts bereute. Der Rat sah es jedoch als erwiesen, dass er falsch gehandelt hatte und bis zur Festsetzung einer Strafe sollte Serion unter Arrest in seinem Haus bleiben. Der junge Magier war außer sich und zog sich wutentbrannt in sein Labor zurück. Als nun dort rastlos auf und ab lief und seinem Zorn mit wütenden Selbstgesprächen Luft machte, hörte er eine Stimme. Erst ein leises Wispern, wurde diese lauter bis er die Worte verstand. „Du hast Recht und sie nicht." Verwirrt sah Serion sich um, doch niemand war im Raum, bis er die Präsenz von Magie spürte und überrascht feststellte, dass der schwarze Stab, den er in der Wüste gefunden hatte, leicht rötlich schimmerte. Misstrauisch nahm den Zauberfokus in die Hand, um ihn genauer zu begutachten. Da erschien ein geisterhaftes Abbild eines bleichen Mannes in schwarzer Robe mit goldenen Stickereien. Die eindrucksvolle Gestalt stellte sich als Valnion Sinister vor, seines Zeichens hoher Magistrat eines längst untergegangen Reiches. Sinister und Serion redeten lange miteinander und der Geist gab Serion in allen Punkten recht und stachelte ihn noch mehr gegen den Rat auf. Jedoch riet er ihm erst einmal seine Strafe abzuwarten. denn er war auserkoren Yaisk zu reformieren, damit solches Unrecht nie wieder einem Magier widerfahren sollte. In seiner Wut erlag Serion den Einschmeichelungen des Geistes. Der Rat entschied, dass Serion seiner Stellung enthoben werden sollte und als Art von Genugtuung drei Jahre lang keine Magie mehr wirken dürfe.
Andere Magier wären vor Verzweiflung niedergesunken, nicht jedoch Serion trotzig akzeptierte er die Strafe und ließ seinen Magierstab verwahren. Der Geist Sinisters erschien ihm jedoch jede Nacht und unter der Leitung des Magistrates studierte Serion viele alte Schriften und Folianten, von denen nicht wenige nur mit Hilfe illegaler Mittel beschafft werden konnten. Studien schwarze Magie und verbotener Beschwörungen wurden zur Leidenschaft Serions. Er war klug genug in der Öffentlichkeit zwar trotzig aber gewissenhaft seinen Dienst in der Bibliothek zu verrichten.
Nach drei Jahren erhielt er seinen Stab zurück, auch wenn dies schon fast nicht mehr nötig gewesen wäre., denn mittlerweile hatte er es geschafft Magie ohne Zauberfokus zu wirken. Dieses Geheimnis behielt er jedoch für sich. Wieder als vollwertiges Mitglied der Magiergemeinschaft hergestellt, schaffte es Serion nach einigen Monden eine Lehrtätigkeit an der Akademie zu erwerben. Er hatte viel in den vergangenen Jahren gelernt und konnte sein Wissen über aus gut weitergeben. So begeisterte er viele junge Famuli mit seinem Unterricht und gewann viele Sympathien bei den angehenden Magiern.
Eines Abends saß Serion wieder in seinem Labor und redete mit dem Geist Sinisters. Dunkle waren die Gedanken des Magistrates, der forderte, dass sich Serion nun endlich öffentlich gegen den Rat stellen sollte. Er hatte den Rückhalt bei seinen Schülern und war weit mächtiger als die Schwächlinge, die sich Großmagier oder ähnliches nannten. Ein heftiger Streit entbrannte. Um Serion verschwamm plötzlich alles und er fand sich auf einer zerklüfteten Ebene wieder. Feuer brannte am Himmel und schweflige Dämpfe ließen ihn würgen. Ihm Gegenüber stand Sinister oder das was er für diesen hielt. Die Gestalt hatte aschfahle Haut, welche schon Spuren der Verwesung aufwies. Strähnen weißen Haares fielen an den Seiten eines ansonsten kahlen Schädels auf seltsam verkrüppelten Schultern. Das Gesicht wies keine Nase mehr auf und die Augen glühten krankhaft gelblich aus den tiefsitzenden Augenhöhlen. Nur die zerschlissene schwarze Robe mit den Goldverzierungen erinnerten an die Gestalt des Magistrats. „Was glaubst warum ich dich viele meiner Geheimnisse lehrte, du Narr? Damit du diese Verräter einfach so davonkommen lässt. Das werde ich nicht zulassen. Eher werde ich deinen Platz einnehmen." Aus der Hand der Gestalt schoss ein schwarzer Blitze, der Serion in der Schulter traf, als er auszuweichen versuchte. Von Panik erfüllt konzentrierte er sich auf die dunkle Magie, die er auch ohne den Stab beschwören konnte. Noch weitere Blitze schossen aus der Hand Sinisters und nur mit Mühe konnte der Magier ihnen entgehen. Sollte es so enden, fragte er sich. Sollte er nun endlich wieder mit Jailia vereint sein? Doch als er sich die Umgebung ansah, wusste er, dass er auf ewig in dieser Hölle gefangen sein würde. Dies ließ seinen Zorn über den Verrat Sinister aufflammen. Er stieß einen Schrei aus und wahrer Sturm aus schwarzer Magie ergriff den überraschten Magistrat, der davon wortwörtlich in Stücke zerfetzt wurde. Als Serion erwachte, lag er zusammengesunken auf dem Boden seines Labors. Er füllte sich leer und irgendwie kam es ihm vor, als hätten die Blitze Sinisters irgendetwas in ihm verbrannt.
Froh wieder Herr seiner selbst zu sein, führte Serion seine Studien und seine Lehren fort. Er begann eine Gruppe von Famuli um sich zu scharen, die er in die dunklen Geheimnisse einweite. Er studierte mehr und Folianten und fand auch Informationen zu seinem niederträchtigen Gönner. Sinister war einst ein Priesterkönig gewesen, der durch dunkle Todesmagie sein Reich beherrscht hatte und vom Rat der Magier aufgrund seiner Taten vernichtet worden war. Um diesem Schicksal zu entgehen, arbeitete Serion fort an nur noch sehr vorsichtig und inkognito. Er gab unter dem Pseudonym vermummt Unterricht zu den Lehren seiner dunklen Magie und nur wenige auserwählte Schüler wussten wer sich hinter der Maske verbarg. Der Rat so taub er auch für die Bitten vieler Magier zu dieser Zeit, wurde der Bedrohung im Inneren jedoch gewahr. Einige der Famuli Serions wurden verhört und unter Folter gaben sie das dunkle Geheimnis der Magiers preis. Übermütig ließ der Rat das Anwesen des abtrünnigen Magiers stürmen und wollte Serion stellen. Dieser hatte so etwas vorausgesehen und empfing die Angreifer mit Magie auf welche diese nicht gefasst waren. Fast schon in Ekstase macht er vor der vollkommenen Vernichtung aller Häscher nicht halt. Er ging eine Spur der Zerstörung hinterlassend durch die Straßen zum Saal des Rates und vernichtete alle, die nicht sofort die Flucht ergriffen. So stand verschwand er in einer Feuersäule.
Nie wieder sollten der Rat, obgleich er viele Jäger nach Serion ausschickte, diesen zu fassen bekommen. Dieser jedoch blieb nicht untätig und drückte dem weltlichen Geschehen seinen Stempel auf. Viele Schriften berichten so von einem dunklen Zauberer, der sich den Namen Ghultar Varoc Dhôrma, was übersetzt in der Sprache von Yaisk so viel wie „Dunkler Geist", gegeben hatte. Dieser Zauberer wurde mit dem großen Feuer von Carrom in Verbindung gebracht, bei dem die komplette Magierakademie der Stadt zerstört wurde. Ihm wurden Verbindungen zu dem ultrafanatischen Druidenzirkel Skaltune nachgesagt, welcher für die Zerstörung mehrerer Elfensiedlungen im Verzauberten Wald verantwortlich gemacht wurde. Magier aus allen Reichen von Tanaris klagten über Angriffe abscheulicher Kreaturen und untoter Wesen.
Serion hatte seinen alten Namen längst hinter sich gelassen. Längst war er nur noch der Dunkle Geist. Ihm war es gelungen sein Leben abnormal zu verlängern, indem er mittels diabolischer Alchemie Elfen ihre langes Leben aussaugte. Seine Kenntnisse in der schwarzen Magie hatte er um ein vielfaches erweitert. Ihm war es gelungen Zugang zu alten Archiven eines Todesmagiers im Dienste Uhlums zu erlangen und experimentierte freudigst mit der Magie des Untodes. Was bisher die jämmerlichen Magier in Angst und Schrecken versetzt hatte, waren nur gescheiterte Versuche gewesen, die er einer noch sinnvollen Bestimmung hatte zukommen lassen. Wenn er erst einmal die Kunst der Nekromantie perfektioniert hatte, würde er sein eigenes Yaisk erschaffen und Tanaris überrennen. Doch wurde ihm das andauernde Reisen, um den Häschern des Rates bzw. eher die häufigen Unterbrechung seiner Studien zur Vernichtung der Angreifer zu lästig. So bezahlte er den Kapitän eines Schiffes dafür, ihn weit in den Süden des Graumeeres zu bringen, wo er sich auf einer Insel niederlassen wollte. Natürlich hätte auch mit Hilfe seiner Magie dorthin gelangen können, doch benötigte er auch Objekte für seine Studien...
Serion ließ sich auf einer Insel weit im Süden des Graumeeres nieder, die auf keiner ihm bekannten Karte verzeichnet war. Er kerkerte die komplette Besatzung des Schiffes in einem magisches Gefängnis und begann seine abnormen Studien mit solcher Grausamkeit und Fleiß, dass Uhlum selbst auf ihn aufmerksam wurde. Als sich nach Monaten der erste Leichnam wieder zu untotem Lebenden erhob, erschien der Herr der Morgenröte Serion im Traum. Er warnte den Sterblichen davor mit dem Frieden der Toten seinen Hohn zu treiben. Nur Zauberern in den Diensten der Morgenröte sollte es vergönnt sein, die Toten zu Hilfe zu rufen. Sollte er sich nicht von dieser Kunst abwenden, würde Serion ein schreckliches Ende finden. Der Magier jedoch war nicht von den Worten des Cherubims beeindruckt. War er nicht dem Tod entgangen, indem er elfische Seelen verschlungen hatte? War er es nicht, vor dem sich ganz Tanaris fürchtete? Die Drohung des Gottes war lächerlich. Er würde mit Hilfe der Nekormantie ewig leben. So schlug er die Drohung Uhlums in den Wind und erschuf immer mehr Untote. Seine Magie verdarb die komplette Insel und machte sie zu einem Ort der Toten. Seine Diener errichteten eine ganze Stadt zu seinen Ehren und viele Schiffe, die glaubten auf der Insel Proviant zu finden, fanden ihr Ende an der Küste.
Acht Monde waren vergangen, als ein Wanderer einfach im Thronsaal des selbsternannten Fürsten erschien. Der Mann stellte sich als Echinas vor und eröffnete dem Schwarzmagier, dass Uhlum sein Wort halte und er auf dieser Insel genau wie seine Diener verfaulen sollte. Serion lachte über die Worte des Fremden, dessen Namen ihm noch nie zu Ohren gekommen war. doch als seine Diener den Mann aufspießen wollten, war er einfach verschwunden. Dies machte selbst den Zauberer etwas nervös und er befragte die Toten. Diese antworteten ihm unter Gelächter, dass Uhlum ihm den Herrn der Krankheiten geschickt hatte und sein Schicksal nun besiegelt sei. Serion war verzweifelt. Aber an wen sollte er sich wenden? Wer würden dem meistgefürchtesten Zauberer gegen das sichere Ende beistehen. Dumpf vor sich hinbrütend verbrachte der Magier die nächsten Tage in seinem Gemach. Sein Aussehen hatte sich radikal verändert. Der zuvor volle schwarze Bart war zu einem fahlen Gewirr aus Haaren geworden. Seine makellose Haut zeigte Runzeln und Falten und schälte sich teilweise schon von seinem Körper. Er hatte an Gewicht verloren und fühlte wie seine Kräfte schwanden. Alle Versuche sich mittels dunkler Rituale zu stärken scheiterten und als er in den letzten Atemzügen auf seinem Thron saß, erschien erneut ein Wanderer an seiner Pforte. Große Macht ging von dem Unbekannten aus und die untoten Diener wichen ehrfürchtig vor ihm zurück. Seine perfekten Züge umrahmt von vollem Haar gepaart mit den süffisanten Lächeln auf dem Gesicht, ließen Serion neidisch werden. Ganz in Schwarz gekleidet, trug der Fremde einen Zweihänder auf dem Rücken, dessen magische Aura selbst den Toten nicht verborgen geblieben war. Der Wanderer stellte sich ihm als Thongmor, der Herr des Ausgestoßenen und Verdammten vor. Er berichtete Serion, dass er schon lange seinem Treiben gefolgt war und ihn für über aus fähig hielt. Er bewunderte wie er die Kunst der Nekromantie beherrsche und wolle ihm gegen einen kleinen Gefallen Leben ewiges Leben schenken, frei von allen Zwängen der Sterblichen. Serion war misstrauisch, denn er war schon einmal den Einschmeichelungen eines mächtigen Gönners erlegen. Doch was hatte er denn noch zu verlieren? So willigte er ein, Thongmor seinen Gefallen zu erfüllen. Thongmors Lächeln schien fast zu einem Grinsen zu werden. „Ich will eine Armee, die diese Welt noch nicht gesehen hat. Erschaffe mir eine Armee aus Untoten und du sollst diesen gleich auf ewig auf Tanaris weilen ohne das Uhlum deiner Seele habhaft werden kann." Ohne die genauen Worte des Cherubims zu beachten, schlug Serion ein. Der Verfall seines Körpers stoppte und erschreckt stellte er fest, dass auch sein Atem ausgesetzt hatte. Er war gestorben und doch war er noch hier. Verwirrt starrte er den Engel der Verdammnis an, bis ihm klar wurde war gerade geschehen war. Er war nun auch ein Untoter, auf ewig an diese Welt gebunden und nicht im Stande den Frieden des Todes zu finden. Er war nun für immer von Jailia getrennt kam ihm plötzlich in den Sinn und diese Erkenntnis ließ eine pechschwarze Träne über seine Wange rollen...
Serion erfüllte seinen Teil der Abmachung und erschuf den darauffolgenden Wochen aus unglücklichen Schiffen, die sich in die Nähe der Eilands verirrt hatten, eine Armee des Todes. Sein Untod hatte ihm nun so viel Macht verschafft, dass er im Stande selbst untote Zauberer zu erschaffen und so quoll das Eiland bald über voll untoten Wesen. Zwar fragte sich Serion wofür Thongmor diese Armee brauchte, doch es war ihm gleich, als die Schiffe der Toten in See stachen und nie wieder zurückkehrten. Auch Thongmor kehrte nie wieder in den Thronsaal zurück und bald war Serion die Herrschaft über die Untoten leid. Noch immer war er erfüllt von Wissensdurst, doch hielt ihn seine Regentschaft zunehmend von seinen Forschungen ab. So erschuf er in einem tagelangen Ritual ein untoten Statthalter, den er an seiner Statt sozusagen als Verwalter seines Reiches einsetzte und zog sich unter den Thronsaal in seine riesige Bibliothek zurück, um dort weiteren Studien der schwarzen Magie zu frönen und nur ab und an sein Augenmerk Tanaris und seinen Kreaturen zu zuwenden. Die Legenden berichten, dass er einen Weg suche seine Geliebte Jailia aus Uhlums Reich zu befreien. Was er dann jedoch im Sinn hat, bleibt nur zu erahnen.


Hoffe mal jetzt hab ich alle Rechtschreibfehler draußen...

Der Beitrag wurde von Iljardas bearbeitet: 11.11.2005 - 15:03


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Beitrag 11.11.2005 - 15:19
Beitrag #17


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Fantastische Geschichte; pfeif auf Ortographie- und Rechtschreibfehler, die Geschichte geht erst einmal vor.

Wenn du nichts dagegen hast, werde ich die Idee von diesem Priesterkönig mal aufgreifen und eine vorgelagerte Geschichte daraus zusammenstellen, die sich um die Länder der Toten südöstlich von Morvem dreht. Die Geschichte steht eigentlich schon, nur fehlt mir bisher der Aufhänger, dieser Sinister ist genau der richtige dafür.

Nur eine Sache noch. Da die Druidenkriege erst vor etwa rund 1284 Jahren waren, der Angriff auf die Elfeninsel aber knapp nach der Schlacht der Könige vor 2102 Jahren war, müsste da eine Angleichung geschehen.

Entweder setze ich die Besiedelung der Elfeninsel temporär nach hinten oder du verlagerst die Geschichte zeitlich nach vorne. Ich finde Yaisk aber einen guten Aufhänger für die Story Serions; deshalb werde ich mir da wohl eine Umänderung überlegen.

Der Beitrag wurde von Medivh bearbeitet: 11.11.2005 - 15:24


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Beitrag 11.11.2005 - 15:33
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Ach so. Im Zweifelsfall schreib ich den Anfang mit den Druidenkriegen nochmals um smile.gif

Der Beitrag wurde von Iljardas bearbeitet: 11.11.2005 - 15:34


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Medivh
Beitrag 11.11.2005 - 15:35
Beitrag #19


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lol ich poste, während du editierst biggrin.gif

Okay, einigen wir uns darauf smile.gif
Da über die Druidenkriege ja im Prinzip nichts großartiges bekannt ist und über Yaisk auch nicht, sollte das kein Problem sein.
Im Corangear-Fragment steht ja drin, dass früher Barbaren Yaisk bewohnten... wann und wie lange sagte niemand. Was spricht also dagegen, die Magier dann aufkreuzen zu lassen und irgendwann tausend Jahre später setzen sich die Druiden für die Befreiung Yaisks ein.
Ist zwar etwas seehr weit gespannt, aber immerhin eine Brücke.

Der Beitrag wurde von Medivh bearbeitet: 11.11.2005 - 15:37


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Iljardas
Beitrag 14.11.2005 - 09:48
Beitrag #20


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Hier die verbesserte Version:

Ghultar Varoc Dhôrma

Die Wege der Zauberer sind oft unergründlich und das gemeine Volk tut nicht Unrecht daran diesen Männern und Frauen etwas gesundes Misstrauen entgegen zu bringen. An dieser Stelle sei nun von einem Mann berichtet, der mit seinem Wirken auf Tanaris seinen Spuren hinterlassen hat und auch weiterhin die Geschichte dieser Welt beeinflussen wird.
Geboren wurde er als Serion, der fünfte Sohn eines Schusters auf Yaisk. Der Vater und die Mutter hatten ein gutgehendes Gewerbe aufgebaut und viele hohe Herren der Stadt waren ihre Kunden. Die große Auseinandersetzung zwischen den Magiern und Druiden war noch fern und die Insel Yaisk war noch zu großen Teilen von Barbarenstämmen besiedelt. Jedoch hatte sich bereits eine kleine Siedlung der Magier auf Yaisk gebildet zu deren Bürgern auch Serions Vater gehörte. Die Magier beschlossen einen Rat zu bilden und allmählich wagten die Menschen, die die Reise ins Ungewisse angetreten hatten auf Wohlstand zu hoffen.
Schon früh interessierte sich der junge Serion für das Leben der Gelehrten und trieb sich des öfteren in der kleinen Bibliothek der Magier herum. Er schmökerte in alten Schriften und eignete sich für einen Jungen seines Alters sehr viel Wissen. Dies sah auch der damalige Archivar und nahm sich Serions an. Zwar war der Vater des Jungen nicht gerade sehr erfreut eine helfende Hand in seinem Geschäft zu verlieren, aber dafür übernahm der Archivar die Kosten für die schulische Ausbildung des Jungen.
Der Wissensdurst Serions nahm im Laufe seiner Ausbildung nicht ab und erfreut stellten seine Lehrer fest, dass er ein großes Potential und Neugier für die Magie hatte. So wurde er mit 10 Jahren einer der jüngsten Famuli auf der neugegründeten Akademie der Magier. Die Jahre vergingen und Serion vollbrachte Leistungen, die seinen Meistern Respekt und Wohlwollen abrangen. Stets war er aber trotz seiner Fähigkeiten sehr gewissenhaft und weise genug seine Macht nicht für sich zu benutzen. Im Alter von 18 Jahren schloss er seine Lehre zum Magier ab und wandte sich den Tätigkeiten eines solchen zu. Er begann die verschiedenen Arten der Magie zu erforschen und zog sich dabei tagelang in die ruhigen Gänge der mittlerweile angewachsenen Bibliothek zurück.
Seine Studien wurden unterbrochen, als er nach fünf Jahren eine Magierin namens Jailia kennen lernte. Die junge Frau zog ihn sofort in ihren Bann und schien auch nicht von ihm abgeneigt zu sein. Ein Jahr später heirateten sie und begannen gemeinsam Tanaris zu bereisen, um die dortigen Wunder zu erkunden. An dieser Stelle könnte diese Geschichte jetzt ein glückliches Ende finden, aber dies war Serion nicht vergönnt.
Jailia und er kamen nach Jahren der Wanderschaft und Studien nach Palmyradas, wo ihnen von einem dort ansässigen Magier von uralten Tempelanlagen in den Weiten der Großen Wüste berichtet wurde. Sofort war das Interesse der beiden geweckt und nach einigen Tagen der Vorbereitung zogen sie mit einigen Führern in die Wüste. Nun mag der gemeine Volksmund einiges über die Beduinen der Großen Wüste zu berichten und diese des öfteren der Lüge und der Betruges bezichtigen und leider war es auch so in diesem Falle. Als Serion und Jailia schliefen, wurden sie von ihren Führern überwältigt und ohne Ausrüstung und Wasser zurückgelassen.
Verbittert und durstig irrten sie durch die Wüste. Halb tot kamen sie an eine alte Höhle mitten in der Wüste. Diese entpuppte sich als der Eingang zu einem alten Grab und trotz seiner Schwäche konnte es Serion nicht unterlassen, die alten Gänge zu erkunden, während Jailia vollkommen erschöpft am Eingang zusammengesunken war. Lange wankte der junge Zauberer durch die Kammern und versuchte im schwachen Licht einer vermoderten Fackel, die er gefunden hatte, die Hyroglyphen zu entziffern und den Grund für diese Anlage zu finden. Schließlich entdeckte er einen Geheimgang, der ihn zu einer alten Grabkammer tief unter dem Sand der Großen Wüste führte. Das Grabmal war unangetastet und mit Schutzrunen überzogen. Jedoch war Serion viel zu neugierig als das er die Warnungen der alten Zeichen beachtet hätte und öffnete den Sarkophag. Schwarzer Staub stieg auf und verschlug ihm den Atem. Er glaubte vor sich ein groteskes Wesen mit roten Augen zu sehen, schrieb dies aber als eine Folge seiner Erschöpfung ab. Der Staub sank herab und überrascht entdeckte Serion einen pechschwarzen Stab in den Händen einer Mumie im Sarg. Vorsichtig löste er den Stab aus den Händen des Leichnams und stellte überrascht fest, dass es sich um einen Zauberstab handelte. Es schien sich wohl doch alles zum Besseren zu wenden. Wieder Hoffnung schöpfend rannte der Magier zum Ausgang, um Jailia seinen Fund zu präsentieren. Doch sie hörte seine Stimme nicht mehr. Anscheinend war sie während seiner Suche in der Grabkammer verstorben. Fassungslos sank Serion nieder und starrte in die blicklosen Augen seiner Geliebten. Einige Minuten starrte er in das Gesicht bis in glühender Zorn durchfuhr wie er ihn noch nie gespürt hatte. Dafür sollten die verdammten Halsabschneider, die sie hier zurückgelassen hatten, bezahlen. Was dann geschah wurde noch viele Jahre in den Kneipen von Palmyradas berichtet. Die Halunken hatten alle Gegenstände der beiden Magier verkauft und tranken nun ausgelassen aufgrund des Vermögens, das sie gemacht hatten. Da erschien der junge Zauberer aus dem Nichts in der Schankstube und einige der Anwesenden berichteten später, dass seine Augen leicht rot glühten. Ohne Vorwarnung schoss ein Feuerball aus dem Nichts einem der Führer ins Gesicht und rieß ihm dabei fast den ganzen Kopf ab. Die restlichen Männer wollten fliehen doch unnachgiebig machte Serion sie nieder. Ihre Schreie waren weit zu hören und plagten die meisten Anwesenden lange in ihren Albträumen.
Serion kehrte nach Yaisk zurück und beerdigte seine Frau mit allen Ehren. Er wandte sich wieder seinen Studien zu, noch eifriger und zurückgezogener als zuvor. Doch seine Taten in Palmyradas kamen dem Rat zu Ohren und so musste er sich vor diesem verantworten. Er legte seine Gründe dar und beschrieb seine Gefühle, die ihn blind für die Vernunft gemacht hatten,. auch wenn er insgeheim nichts bereute. Der Rat sah es jedoch als erwiesen, dass er falsch gehandelt hatte und bis zur Festsetzung einer Strafe sollte Serion unter Arrest in seinem Haus bleiben. Der junge Magier war außer sich und zog sich wutentbrannt in sein Labor zurück. Als nun dort rastlos auf und ab lief und seinem Zorn mit wütenden Selbstgesprächen Luft machte, hörte er eine Stimme. Erst ein leises Wispern, wurde diese lauter bis er die Worte verstand. „Du hast Recht und sie nicht." Verwirrt sah Serion sich um, doch niemand war im Raum, bis er eine magische Präsenz spürte und überrascht feststellte, dass der schwarze Stab, den er in der Wüste gefunden hatte, leicht rötlich schimmerte. Misstrauisch nahm den Zauberfokus in die Hand, um ihn genauer zu begutachten. Da erschien ein geisterhaftes Abbild eines bleichen Mannes in schwarzer Robe mit goldenen Stickereien. Die eindrucksvolle Gestalt stellte sich als Valnion Sinister vor, seines Zeichens hoher Magistrat eines längst untergegangen Reiches. Sinister und Serion redeten lange miteinander und der Geist gab Serion in allen Punkten recht und stachelte ihn noch mehr gegen den Rat auf. Jedoch riet er ihm erst einmal seine Strafe abzuwarten, denn er war auserkoren Yaisk zu reformieren, damit solches Unrecht nie wieder einem Magier widerfahren sollte. In seiner Wut erlag Serion den Einschmeichelungen des Geistes. Der Rat entschied, dass Serion seiner Stellung enthoben werden sollte und als Art von Genugtuung drei Jahre lang keine Magie mehr wirken dürfe.
Andere Magier wären vor Verzweiflung niedergesunken, nicht jedoch Serion. Trotzig akzeptierte er die Strafe und ließ seinen Magierstab verwahren. Der Geist Sinisters erschien ihm jedoch jede Nacht und unter der Leitung des Magistrates studierte Serion viele alte Schriften und Folianten, von denen nicht wenige nur mit Hilfe illegaler Mittel beschafft werden konnten. Studien schwarze Magie und verbotener Beschwörungen wurden zur Leidenschaft Serions. Er war klug genug in der Öffentlichkeit zwar trotzig aber gewissenhaft seinen Dienst in der Bibliothek zu verrichten und im Geheimen neue Kräfte zu meistern.
Nach drei Jahren erhielt er seinen Stab zurück, auch wenn dies schon fast nicht mehr nötig gewesen wäre., denn mittlerweile hatte er es geschafft Magie ohne Zauberfokus zu wirken. Dieses Geheimnis behielt er jedoch für sich. Wieder als vollwertiges Mitglied der Magiergemeinschaft hergestellt, schaffte es Serion nach einigen Monden eine Lehrtätigkeit an der Akademie zu erwerben. Er hatte viel in den vergangenen Jahren gelernt und konnte sein Wissen überaus gut weitergeben. So begeisterte er viele junge Famuli mit seinem Unterricht und gewann viele Sympathien bei den angehenden Magiern.
Eines Abends saß Serion wieder in seinem Labor und redete mit dem Geist Sinisters. Dunkel waren die Gedanken des Magistrates, der forderte, dass sich Serion nun endlich öffentlich gegen den Rat stellen sollte. Er hatte den Rückhalt bei seinen Schülern und war weit mächtiger als die Schwächlinge, die sich Großmagier oder ähnliches nannten. Ein heftiger Streit entbrannte. Um Serion verschwamm plötzlich alles und er fand sich auf einer zerklüfteten Ebene wieder. Feuer brannte am Himmel und schweflige Dämpfe ließen ihn würgen. Ihm Gegenüber stand Sinister oder das was er für diesen hielt. Die Gestalt hatte aschfahle Haut, welche schon Spuren der Verwesung aufwies. Strähnen weißen Haares fielen an den Seiten eines ansonsten kahlen Schädels auf seltsam verkrüppelte Schultern. Das Gesicht wies keine Nase mehr auf und die Augen glühten krankhaft gelblich aus den tiefsitzenden Augenhöhlen. Nur die zerschlissene schwarze Robe mit den Goldverzierungen erinnerten an die Gestalt des Magistrats. „Was glaubst warum ich dich viele meiner Geheimnisse lehrte, du Narr? Damit du diese Verräter einfach so davonkommen lässt. Das werde ich nicht zulassen. Eher werde ich deinen Platz einnehmen." Aus der Hand der Gestalt schoss ein schwarzer Blitze, der Serion in der Schulter traf, als er auszuweichen versuchte. Von Panik erfüllt konzentrierte er sich auf die dunkle Magie, die er auch ohne den Stab beschwören konnte. Noch weitere Blitze schossen aus der Hand Sinisters und nur mit Mühe konnte der Magier ihnen entgehen. Sollte es so enden, fragte er sich? Sollte er nun endlich wieder mit Jailia vereint sein? Doch als er sich die Umgebung ansah, wusste er, dass er auf ewig in dieser Hölle gefangen sein würde. Dies ließ seinen Zorn über den Verrat Sinister aufflammen. Er stieß einen Schrei aus und wahrer Sturm aus schwarzer Magie ergriff den überraschten Magistrat, der davon wortwörtlich in zerfetzt wurde. Als Serion erwachte, lag er zusammengesunken auf dem Boden seines Labors. Er füllte sich leer und irgendwie kam es ihm vor, als hätten die Blitze Sinisters irgendetwas in ihm verbrannt., doch körperlich war er unversehrt geblieben.
Froh wieder Herr seiner selbst zu sein, führte Serion seine Studien und seine Lehren fort. Er begann eine Gruppe von Famuli um sich zu scharen, die er in die dunklen Geheimnisse einweite. Er studierte mehr Schriften und Folianten und fand auch Informationen zu seinem niederträchtigen Gönner. Sinister war einst ein Priesterkönig gewesen, der durch dunkle Todesmagie sein Reich beherrscht hatte und vom Rat der Magier aufgrund seiner Taten vernichtet worden war. Um diesem Schicksal zu entgehen, arbeitete Serion fort an nur noch sehr vorsichtig und inkognito. Er gab unter einem Pseudonym vermummt Unterricht zu den Lehren seiner dunklen Magie und nur wenige auserwählte Schüler wussten wer sich hinter der Maske verbarg.
Der Rat so taub er auch für die Bitten vieler Magier zu dieser Zeit war, wurde der Bedrohung im Inneren jedoch gewahr. Einige der Famuli Serions wurden verhört und unter Folter gaben sie das dunkle Geheimnis der Magiers preis. Übermütig ließ der Rat das Anwesen des abtrünnigen Magiers stürmen und wollte Serion stellen. Dieser hatte so etwas vorausgesehen und empfing die Angreifer mit Magie auf welche diese nicht gefasst waren. Fast schon in Ekstase macht er vor der vollkommenen Vernichtung aller Häscher nicht halt. Er ging eine Spur der Zerstörung hinterlassend durch die Straßen zum Saal des Rates und vernichtete alle, die nicht sofort die Flucht ergriffen. Als die Halle um ihn in Flammen stand, verschwand er in einer Feuersäule.
Nie wieder sollte der Rat, obgleich er viele Jäger nach Serion ausschickte, diesen zu fassen bekommen. Der Magier jedoch blieb nicht untätig und drückte dem weltlichen Geschehen dieser Epoche seinen Stempel auf. Viele Schriften berichten von einem dunklen Zauberer, der sich den Namen Ghultar Varoc Dhôrma, was übersetzt in der Sprache von Yaisk so viel wie „Dunkler Geist", gegeben hatte. Dieser Zauberer wurde mit dem großen Feuer von Carrom in Verbindung gebracht, bei dem die komplette Magierakademie der Stadt zerstört wurde. Ihm wurden Verbindungen zu dem ultrafanatischen Druidenzirkel Skaltune nachgesagt, welcher für die Zerstörung mehrerer Elfensiedlungen im Verzauberten Wald verantwortlich gemacht wurde. Magier aus allen Reichen von Tanaris klagten über Angriffe abscheulicher Kreaturen und untoter Wesen.
Serion hatte seinen alten Namen längst hinter sich gelassen. Längst war er nur noch der Dunkle Geist. Ihm war es gelungen sein Leben abnormal zu verlängern, indem er mittels diabolischer Alchemie Elfen ihr langes Leben aussaugte. Seine Kenntnisse in der schwarzen Magie hatte er um ein vielfaches erweitert. Ihm hatte es geschafft Zugang zu alten Archiven eines Todesmagiers im Dienste Uhlums zu erlangen und experimentierte freudigst mit der Magie des Untodes. Was bisher die jämmerlichen Magier in Angst und Schrecken versetzt hatte, waren nur gescheiterte Versuche gewesen, die er einer noch sinnvollen Bestimmung hatte zukommen lassen. Wenn er erst einmal die Kunst der Nekromantie perfektioniert hatte, würde er sein eigenes Yaisk erschaffen und Tanaris überrennen. Doch wurde ihm das andauernde Reisen, um den Häschern des Rates oder besser gesagt die häufigen Unterbrechung seiner Studien zur Vernichtung der Angreifer zu lästig. So bezahlte er den Kapitän eines Schiffes dafür, ihn weit in den Süden des Graumeeres zu bringen, wo er sich auf einer Insel niederlassen wollte. Natürlich hätte auch mit Hilfe seiner Magie dorthin gelangen können, doch benötigte er auch Objekte für seine Studien...
Serion ließ sich auf einer Insel weit im Süden des Graumeeres nieder, die auf keiner ihm bekannten Karte verzeichnet war. Er kerkerte die komplette Besatzung des Schiffes in einem magisches Gefängnis ein und begann seine abnormen Studien mit solcher Grausamkeit und Fleiß, dass Uhlum selbst auf ihn aufmerksam wurde. Als sich nach Monaten der erste Leichnam wieder zu untotem Lebenden erhob, erschien der Herr der Morgenröte Serion im Traum. Er warnte den Sterblichen davor mit dem Frieden der Toten seinen Hohn zu treiben. Nur Zauberern in den Diensten der Morgenröte sollte es vergönnt sein, die Toten zu Hilfe zu rufen. Sollte er sich nicht von dieser Kunst abwenden, würde Serion ein schreckliches Ende finden. Der Magier jedoch war nicht von den Worten des Cherubims beeindruckt. War er nicht dem Tod entgangen, indem er elfische Seelen verschlungen hatte? War er es nicht, vor dem sich ganz Tanaris fürchtete? Die Drohung des Gottes war lächerlich. Er würde mit Hilfe der Nekormantie ewig leben. So schlug er die Drohung Uhlums in den Wind und erschuf immer mehr Untote. Seine Magie verdarb die komplette Insel und machte sie zu einem Ort der Toten. Seine Diener errichteten eine ganze Stadt zu seinen Ehren und viele Schiffe, die glaubten auf der Insel Proviant zu finden, fanden ihr Ende an der Küste.
Acht Monde waren vergangen, als ein Wanderer einfach im Thronsaal des selbsternannten Fürsten erschien. Der Mann stellte sich als Echinas vor und eröffnete dem Schwarzmagier, dass Uhlum sein Wort halte und er auf dieser Insel genau wie seine Diener verfaulen sollte. Serion lachte über die Worte des Fremden, dessen Namen ihm noch nie zu Ohren gekommen war, doch als seine Diener den Mann aufspießen wollten, war er einfach verschwunden. Dies machte selbst den Zauberer etwas nervös und er befragte die Toten. Diese antworteten ihm unter Gelächter, dass Uhlum ihm den Herrn der Krankheiten geschickt hatte und sein Schicksal nun besiegelt sei. Serion war verzweifelt. Aber an wen sollte er sich wenden? Wer würden dem meistgefürchtesten Zauberer gegen das sichere Ende beistehen. Dumpf vor sich hinbrütend verbrachte der Magier die nächsten Tage in seinem Gemach. Sein Aussehen hatte sich radikal verändert. Der zuvor volle schwarze Bart war zu einem fahlen Gewirr aus Haaren geworden. Seine makellose Haut zeigte Runzeln und Falten und schälte sich teilweise schon von seinem Körper. Er hatte an Gewicht verloren und fühlte wie seine Kräfte schwanden. Alle Versuche sich mittels dunkler Rituale zu stärken scheiterten und als er in den letzten Atemzügen auf seinem Thron saß, erschien erneut ein Wanderer an seiner Pforte. Große Macht ging von dem Unbekannten aus und die untoten Diener wichen ehrfürchtig vor ihm zurück. Seine perfekten Züge umrahmt von vollem Haar gepaart mit den süffisanten Lächeln auf dem Gesicht, ließen Serion neidisch werden. Ganz in Schwarz gekleidet, trug der Fremde einen Zweihänder auf dem Rücken, dessen magische Aura selbst den Toten nicht verborgen geblieben war. Der Wanderer stellte sich ihm als Thongmor, der Herr der Ausgestoßenen und Verdammten vor. Er berichtete Serion, dass er schon lange seinem Treiben gefolgt war und ihn für über aus fähig hielt. Er bewundere wie der Magier die Kunst der Nekromantie beherrsche und wolle ihm gegen einen kleinen Gefallen ewiges Leben schenken, frei von allen Zwängen der Sterblichen. Serion war misstrauisch, denn er war schon einmal den Einschmeichelungen eines mächtigen Gönners erlegen. Doch was hatte er denn noch zu verlieren? So willigte er ein, Thongmor seinen Gefallen zu erfüllen.
Thongmors Lächeln schien fast zu einem Grinsen zu werden. „Ich will eine Armee, die diese Welt noch nicht gesehen hat. Erschaffe mir eine Armee aus Untoten und du sollst diesen gleich auf ewig auf Tanaris weilen ohne das Uhlum deiner Seele habhaft werden kann." Ohne die genauen Worte des Cherubims zu beachten, schlug Serion ein. Der Verfall seines Körpers stoppte und erschreckt stellte er fest, dass auch sein Atem ausgesetzt hatte. Er war gestorben und doch war er noch hier. Verwirrt starrte er den Engel der Verdammnis an, bis ihm klar wurde war gerade geschehen war. Er war nun auch ein Untoter, auf ewig an diese Welt gebunden und nicht im Stande den Frieden des Todes zu finden. Da kam ihm in den Sinn, dass er nun für immer von Jailia getrennt war und diese Erkenntnis ließ ihm eine pechschwarze Träne über seine Wange rollen...
Serion erfüllte seinen Teil der Abmachung und erschuf in den darauffolgenden Wochen aus unglücklichen Schiffen, die sich in die Nähe der Eilands verirrt hatten, eine Armee des Todes. Sein Untod hatte ihm nun so viel Macht verschafft, dass er im Stande war selbst untote Zauberer zu erschaffen und so quoll das Eiland bald über voll untoten Wesen. Zwar fragte sich Serion wofür Thongmor diese Armee brauchte, doch es war ihm gleich, als die Schiffe der Toten in See stachen und nie wieder zurückkehrten. Auch Thongmor kehrte nie wieder in den Thronsaal zurück und bald war Serion die Herrschaft über die Untoten leid. Noch immer war er erfüllt von Wissensdurst, doch hielt ihn seine Regentschaft zunehmend von seinen Forschungen ab. So erschuf er in einem tagelangen Ritual ein untoten Statthalter, den er an seiner Statt sozusagen als Verwalter seines Reiches einsetzte und zog sich unter den Thronsaal in seine riesige Bibliothek zurück, um dort weiteren Studien der schwarzen Magie zu frönen und nur ab und an sein Augenmerk Tanaris und seinen Kreaturen zu zuwenden. Die Legenden berichten, dass er einen Weg suche seine Geliebte Jailia aus Uhlums Reich zu befreien. Was er dann jedoch im Sinn hat, bleibt nur zu erahnen.


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BLUT UND EHRE DER SCHWARZEN SONNE
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Beschreibungstext für den Würfelwurf

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Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 30.11.2022 - 02:20
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