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> Tassaltiach, Neues aus der Steinwüste des Betruges
Iljardas
Beitrag 16.11.2005 - 12:23
Beitrag #1


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Hallo Wendolyn, alter Freund!

Ich schreibe dir, da ich gerade von einem der wohl verrücktesten Abenteuer meiner bisherigen Laufbahn zurückgekehrt bin. Vor ca. einem Monat traf ich in Lobotan auf eine Gruppen von Abenteurern, welcher ich mich anschloss. Sie waren allesamt noch etwas grün hinter den Ohren und ich dachte, dass ich ihnen vielleicht etwas unter die Arme greifen könnte.
Die Gruppe gehörte der Wolfsjäger Cruwn, der Söldner Steiger und die Hexe Mim an. Allesamt hatten sich nicht gerade sehr viel Goldstücke und so waren sie sehr erfreut, als ein eher zwielichtiger Händler namens Logir sie ansprach. Nun mag meine Beschreibung vielleicht etwas subjektiv erscheinen, aber ich konnte diesen Kerl von Anfang an nicht leiden. Er machte den dreien den Mund wässrig über eine große Schatzhöhle in mitten der Steinwüste des Betruges, die einzig und allein von ein paar dieser wilden Echsen bewacht werden würde. Für eine Heldentruppe wie unsere seien diese gar kein Problem und er würde uns ein Viertel des Ganzen abtreten. Als er sich dann in den folgenden Verhandlungen leicht auf ein Drittel hochschaukeln ließ, war mein Misstrauen vollends geweckt. Leider wollten die drei nicht auf mich hören und träumten schon von ausgelassenen Abenden in der Wirtsstube. Nach einer überhasteten Vorbereitung machten wir uns in Begleitung des Händlers und dessen persönlichem Diener, einem hünenhaften Barbaren, auf.
Wir zogen mindestens eine Woche durch die karge Landschaft ohne auch nur ein lebendes Wesen zu treffen. Zwar hatten wir ausreichend Vorräte eingepackt, doch ich hielt meine Gefährten dazu an sich die Sachen einzuteilen. Am zehnten Tag unserer Reise wurde die Eintönigkeit der Steine durch einen brutalen Angriff echsenartiger Angreifer unterbrochen. Ich hatte von diesen Wesen und ihrer Wildheit bereits gehört und gelesen, doch weder Worte noch Bücher können diese rohe Wildheit richtig beschreiben. Wir konnten die Angreifer mit Mühe besiegen, mussten allerdings den Tod von Mim hinnehmen, der von einem der Angreifer der Kopf abgeschlagen worden war. Meine Heilkünste können gegen solche Wunden leider (noch) nichts ausrichten. Cruwn war außer sich vor Wut und nur mit der Unterstützung von Steiger konnte ich ihn davon abhalten auf Logir loszugehen, was sein sicherer Tod gewesen wäre, da dessen „Diener" sich als all zu fähiger Leibwächter herausgestellt hatte. Wir beerdigten den Leichnam der Hexe in einem steinigen Grabmal und zogen mit gedrückten Stimmung weiter. Schließlich kamen wir zu den Höhlen auf Logirs Karte und begannen diese zu erforschen. In der stickigen Dunkelheit hatte ich alle möglichen Ausgeburten Ashrans oder Thongmors erwartet, aber wir trafen nach einigen Stunden wiederum auf diese Echsenwesen. Diesmal jedoch waren wir im Vorteil, da wir sie überraschen konnten und so schafften wir es ohne große Mühe die geschuppten Gegner niederzustrecken. Logir schien mehr zu wissen als er uns gesagt hatte, denn er eilte gleich weiter und wir mussten uns beeilen, um mit ihm und seinem Begleiter Schritt zu halten. Wir kamen in eine große Kammer, die sich weit in den Fels erstreckte und fast gleich einem Kirchenschiff nach oben in die Dunkelheit erhob. Am Ende des Raumes konnte ich einen Steinblock erkennen, der einem Altar ähnelte und sogleich heulten bei mir alle Warnsignale auf. Meine Begleiter schienen da weniger Bedenken zu haben, denn sie stürmten postwendend nach vorne. Der Grund wurde mir dann auch bald ersichtlich, denn auf dem Steinblock befand sich ein Haufen von Gegenständen aus Gold. Cruwn und Steiger stopften sich sofort die Taschen damit voll, während ich aus dem Augenwinkel Logir beobachtete, der die Ansammlung von Gegenständen nach einem bestimmten Gegenstand durchsuchte. Schließlich griff er in den Goldberg und zog eine Amulett hervor, dass in der Mitte ein blutroten Stein trug. Ich konnte nur einen kurzen Blick auf die Zeichen am Rand des Schmuckstücks erkennen und meine Kenntnisse der verschiedenen Schriften der Zauberer sind begrenzt und doch wusste ich sofort, dass dieses Amulett über große Macht gebot. Anscheinend war Cruwn und Steiger der Fund des Händlers auch nicht entgangen, denn sie sprachen ihn sofort darauf an. Ich bin mir sicher das ganze hätte in einem handfesten Streit geendet, wenn nicht plötzlich vom Eingang der Höhle her ein laut Brüllen erschollen wäre und eine Horde der Echsen zum Angriff hereingestürmt wäre. Du weißt, dass ich körperliche Auseinandersetzungen eher meide, aber diesmal sah ich mich gezwungen Mjaghir einzusetzen. Wie viele Angreifer sich uns entgegenstellten weiß ich bis heute noch nicht. Ich schaffte es einen Weg ins Freie zu erkämpfen, doch Steiger verschwand hinter uns, nachdem er von einer riesigen Klinge gefällt worden war. Cruwn verwandelte sich in einen Werwolf und schien nun komplett den Verstand zu verlieren. Während der feige Logir und sein Leibwächter flohen, versuchte ich irgendwie Cruwn klar zu machen, dass wir hier wegmussten. Ich weiß nicht wie, aber der menschliche Verstand meines Gefährten schien mich erhört zu haben, denn er wandte sich nach einem heftigen Schlag gegen einen der Echsenkrieger um und wir flohen durch die Gänge. Leider verliefen uns dabei hoffnungslos. Entsetzt musste ich feststellen, dass mir eines der Wesen im Kampf meine Tasche entrissen hatte. Cruwn hatte sich wieder zurückverwandelt und brach aufgrund einer hässlichen Bauchverletzung dann auch gleich zusammen. Ich versorgte seine Wunden notdürftig und schleppte den Halbbewusstlosen mit mir.
Wie lange ich unterwegs war, weiß ich bis heute noch nicht. Schließlich stolperte ich in eine größere Höhle, die an einem riesigen Tor aus Stein endete. Ich erkannte die Pforte im Grunde nur, da an den Seiten riesigen Feuerbecken aus Stein standen, die die ganze Szenerie beleuchteten. Etwas perplex über diesen Anblick blieb ich wie angewurzelt stehen. Kein Gotteszeichen war auf den Flügeln des Tores zu erkennen, was mich schon einmal beruhigte. Trotzdem näherte ich mich nur langsam. Ich legte Cruwn kurz ab und untersuchte die Umgebung genauer. Ich konnte jedoch keinen Mechanismus finden und in meiner Verzweiflung schlug ich gegen den Stein. Als ich mich umwandte, um nach meinem verletzten Begleiter zu sehen, ertönte hinter mir ein lautes Schaben und Krachen. Mit dem schlimmsten rechnend, drehte ich mich langsam um. Der Anblick, der sich mir bot schockte mich mehr als es jeder Echsenmensch oder sonst was auch immer hätte tun können. In dem mindestens vier Meter hohen und 8 Meter breiten Portal, stand die vielleicht ein Meter kleine Gestalt eine jungen Mannes. Feuerrotes Haar viel dem Fremden bis auf die Schultern. Er war in feine Gewänder gekleidet, über welche er einen prunkvollen Panzer aus mir unbekanntem Material trug. Als ich ihm in die Augen blickte und den Humor und Witz darin aufblitzen sah, wusste ich sofort das ich einem Kobold gegenüber stand. Lebhaft stellte sich der Fremde als Pumuckel, seines Zeichens Herr der Steinwüste des Betruges, vor. Fröhlich pfeifend schlenderte er zu Cruwn und besah sich dessen Zustand. Ich wollte ihn schon ergreifen, da ich dachte er würde dem Wolfsjäger auch der letzten Gegenstände seines kärglichen Besitzes berauben, aber Pumuckel griff in einen Beutel an der Seite, in dem sein Arm fast bis zur Schulter verschwand. Er zog seine Hand mit einer kleinen Flasche darin wieder heraus, während ich noch ungläubig den Beutel anstarrte und träufelte Cruwn eine Flüssigkeit in seine Wunde. Ich protestierte lautstark, doch er teilte mir nur mit, dass wir heute seine Gäste seien. Er rief etwas und schwere Schritt ertönten aus dem Gang jenseits des Portals. Ich zog schon meinen Hammer, als eine ca. zwei Meter große Gestalt um die Ecke bog. Entsetzt sah ich den pechschwarzen Golem an, der da auf mich zu kam. Anstatt mich zu attackieren, ging das Wesen an mir vorbei und hob Cruwn sanft auf und trug ihn weg. Eine kleine Hand ergriff die meine und Pumuckel führte mich durch das Portal dem Golem hinterher. Wir durchschritten den breiten Gang und kamen in eine große Halle., die komplett erleuchtet war. Magische Lichter schwebte in der Höhe und überall liefen Golems aus Stein umher. Die künstlichen Wesen schienen alle in irgendeine Arbeit vertieft. Mein Blick schweifte über die unglaubliche Szenerie während Pumuckel munter weiter plapperte. Wir kamen an einem künstlichen Wasserfall vorbei, der mit meisterhafter Handwerkskunst aus dem Stein gehauen war. Die ganze Kammern, die wir durchschritten zeugten von großem Reichtum, wie ich ihn nur selten gesehen habe. Den wirren Ausführungen des Kobolds konnte ich entnehmen, dass er diesen Ort samt der Wüste für einen guten Preis erworben hatte. Nun habe er sich von seinen Dienern hier ein kleines Heim bauen lassen.
Die nächsten Wochen kommen mir im Nachhinein betrachtet wie ein seltsamer Traum vor. Pumuckel versorgte uns mit allem was wir brauchten und stellte uns alle Annehmlichkeiten seines Heims zur Verfügung. Nachdem sich Cruwn wieder vollständig erholt hatte, beschlossen wir schließlich wieder aufzubrechen, denn wir hatten die Gastfreundschaft des Koboldes schon zu lange in Anspruch genommen. Pumuckel ließ uns zu Ehren nochmals ein Festmahl anrichten, dass wir zu dritt gar nicht alles aufessen konnten. Am nächsten Tag brachen wir mit den Resten des gestrigen Mahles als Proviant schließlich in Richtung Mashrapur, einer Stadt in der Nähe von Pumuckels Heim auf. Er wünschte uns viel Glück auf unseren Reisen und versicherte uns, dass wir immer wieder in seinem Reich, dem er den Namen Tassaltiach gegeben hatte, willkommen wären. Wir kamen ohne weitere Zwischenfälle in Mashrapur an.
An dieser Stelle weiterzuerzählen wäre der Beginn einer neuen Geschichte. Ich dachte jedoch es würde dich interessieren, dass sich ein kleiner Kobold zum Herrscher der Steinwüste ernannt hat, obwohl ich sagen muss, dass er sich als netter Kerl herausgestellt. Wie er es jedoch geschafft hat die vielen Golems zu erschaffen ist mir ein Rätsel. Vielleicht kannst du dieses Rätsel ja klären. Übrigens habe ich auch herausgefunden, dass was Tassaltiach bedeutet, nämlich „Reich der lebenden Steine". Ein recht passender Name wie ich finde.

Liebe Grüße
Jessica


Anmerkung: Es handelt sich hierbei um den Charakter eines Spielers, der mittlerweile zum NSC geworden ist. Pumuckel gibt es also wirklich (ein Hoch auf den Ideenreichtum meiner Spieler bei der Namensgebung rolleyes.gif ). Ich muss jedoch neidlos anerkennen, dass ich bisher noch keinen besser gespielten Kobold mastern durfte. Auch wenn es mich manchmal fast um den Verstand gebracht hat schnuller.gif biggrin.gif

Greetz
Iljardas


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Medivh
Beitrag 16.11.2005 - 13:05
Beitrag #2


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Muhar krasse Geschichte biggrin.gif
Ja deine Jungs haben eine nette Namensgebung (eine Hexe namens (Madame) Mim is auch net schlecht).
Und dass er die Steinwüste des Betrugs günstig haben konnte kann ich mir lebhaft vorstellen, hehe laugh.gif

Immer wieder schön zu erfahren, dass es auch Spieler gibt, die sich an schwierigere Charaktere wie Kobolde herantrauen und diese dann auch noch einzigartig meistern.

Wie machst du das mit Gefallenen? Sterben die und an ihrer Statt kommt ein neuer Charakter zur Gruppe hinzu?
Interessiert mich nur, weil sie sicher diesen scheelen Logir nicht einfach davonkommen lassen wollten, oder?

Grüße
Medivh


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Iljardas
Beitrag 16.11.2005 - 13:38
Beitrag #3


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Naja wer mit seinem Charakter verstirbt, bleibt dann auch tot. Ich hab zwar schon mitbekommen, dass es viele Master so gestalten, dass die Spieler den Großteil der gesammelten Erfahrung auf einen anderen Charakter übertragen dürfen, aber bei mir sterben die Spieler nicht ganz so oft.

Wegen der Geschichte: Eigentlich handelt es sich hier nur um eine Hintergrundgeschichte, um Pumuckel und sein kleines Reich zu präsentieren. Allerdings habe ich mir bereits beim Schreiben überlegt, Logir, Cruwn und das mysteriöse Amulett weiterauszubauen cool.gif


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Medivh
Beitrag 16.11.2005 - 15:58
Beitrag #4


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Das hat auf jeden Fall einen Aufhänger smile.gif
Wo liegt denn in etwa Mashrapur? Der Stadtname gefällt mir, ich hab da ein Abenteuer noch im Hinterkopf, wo ich noch eine Location brauche; die da klingt passend.


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Iljardas
Beitrag 18.11.2005 - 15:51
Beitrag #5


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Ich scane zu Hause mal meine Masterkarte ein. Dann schick ich dir das gute Stück als pdf oder setze online.


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Medivh
Beitrag 18.11.2005 - 15:53
Beitrag #6


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Das wäre fein, vielen Dank. smile.gif


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